Wer schoss eigentlich bei der EM 2000 das einzige deutsche Tor?

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Die Bauchmuskelbibel

Ist schon merkwürdig:
Noch for kurzem haben wir mit Revolverheld mitgegrölt und waren uns im Grunde recht sicher, dass wir weit kommen werden bei dieser WM.

Aber vergesst mal nicht, dass wir die beiden EM-Runden davor so richtig schlecht waren. Nun ja und im Jahr 2000 haben wir nur ein einziges Tor geschossen. Der Torschütze: Mehmet Scholl

Inzwischen spielt er nicht mehr. Aus diesem Grund haben wir für euch ein Anschiedsvideo ausgesucht:

Mehr zu Mehmet Scholl erfahrt Ihr, wenn Ihr weiter lest…

Mehmet Scholl

ist der Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter. Nach der Scheidung heiratete seine Mutter wieder, aus dieser Ehe stammt der Name Scholl, den Mutter und Sohn annahmen. Scholl ist ein Cousin des bekannten Comiczeichners Jan-Michael Richter.

Mehmet Scholl begann seine Profikarriere 1989 beim Karlsruher SC. Er wurde 1992 vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München verpflichtet, bei dem er bei seinem Abschied der dienstälteste und erfolgreichste (15 Titel mit Bayern) Profi der Mannschaft war.

Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich Scholl durch sein Auftreten auf und neben dem Platz zum Teenie-Idol, wurde gleichzeitig von einigen Fußballexperten allerdings auch als „ewiges Talent“ bezeichnet, da er den Sprung zum Führungsspieler der Bayern und der deutschen Nationalmannschaft nicht schaffte. Dennoch avancierte Scholl zu einem der Leistungsträger der Mannschaft, die bis 1997 zweimal deutscher Meister und 1996 UEFA-Cup Sieger wurde. Ende der 90er Jahre wurde Scholls Laufbahn zunehmend durch zahlreiche und oftmals ernsthafte Verletzungen beeinträchtigt, weshalb er mehr und mehr ins zweite Glied der Mannschaft rückte. Dennoch blieb Scholl weiterhin Erfolgsgarant für die Münchener Mannschaft, sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene.

In den letzten beiden Jahren hatte sich Scholl unter Trainer Felix Magath einen Ruf als „Edeljoker“ erarbeitet und konnte in dieser Rolle schon einige Niederlagen und Punktverluste der Mannschaft abwenden. Durch diese Leistungen wurde Scholl von der Öffentlichkeit und einigen Fußballexperten und -trainern als Kandidat für den deutschen Kader für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland vorgeschlagen. Der Bundestrainer Jürgen Klinsmann nominierte ihn allerdings nicht und erklärte bei der Bekanntgabe des Kaders, dass Scholl in den Überlegungen der Trainer keine Rolle gespielt habe.

Scholl gilt als einer der besten deutschen Fußballspieler, die nie an einer Weltmeisterschaftsendrunde teilnahmen. Mit insgesamt acht gewonnenen deutschen Meistertiteln war Scholl zunächst alleiniger Rekordhalter in der Geschichte der deutschen Fußballmeisterschaften, bis in der Saison 2007/08 sein ehemaliger Teamkollege Oliver Kahn ebenfalls diese Marke erreichte.

Karriere

Seine fußballerische Karriere begann er beim SV Nordwest Karlsruhe. Mit dem Wechsel zum Karlsruher SC schaffte er den Sprung ins Profigeschäft. In seinen ersten drei Bundesliga-Jahren beim KSC wurde schnell sein Talent als technisch versierter Mittelfeldspieler erkannt, und so wechselte er 1992 zum FC Bayern München, wo er seine Profikarriere nach der Saison 2006/07 beendete.

Scholl wurde schnell zum Teenie-Idol und setzte sich auch bei den Münchener Bayern durch. Gleich in seiner ersten Saison brachte er es auf 31 Einsätze in der Fußball-Bundesliga. 1995 wurde er Nationalspieler und gewann ein Jahr später mit Deutschland die Fußballeuropameisterschaft 1996 in England (ohne allerdings bei diesem Turnier Stammspieler zu sein). Er nahm an der Europameisterschaft 2000 teil und erzielte das einzige Tor der deutschen Nationalmannschaft. An einer Fußballweltmeisterschaft nahm er nie teil.

Mit dem FC Bayern wurde er acht mal Deutscher Meister (Rekord), fünfmal DFB-Pokalsieger und als Höhepunkt seiner Vereinslaufbahn Champions-League-Sieger 2001 im Finale gegen den FC Valencia. Hier verschoss Scholl allerdings einen Elfmeter.

Scholl litt während seiner gesamten Karriere unter vielen, teils schweren Verletzungen, was ihn am 23. April 2002, also kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea, dazu veranlasste, aus der Nationalmannschaft zurückzutreten. In seinen letzten Karrierejahren fehlte Scholl die nötige Kondition für ein Spiel über 90 Minuten, sodass er häufig erst im letzten Drittel einer Partie eingewechselt wurde, aber dennoch oft den Ausgang des Spiels zu Gunsten von Bayern München drehte.

Am 19. Mai 2007 beendete Scholl seine Karriere am 34. Spieltag beim 5:2-Sieg der Bayern gegen den 1. FSV Mainz 05 mit dem Treffer zum 2:0. Am 15. August 2007 fand das Abschiedsspiel in der Allianz Arena gegen den FC Barcelona statt, sodass Scholls letztes offizielles Spiel gleichzeitig die erste Ausgabe des Franz-Beckenbauer-Pokals war; der FC Barcelona gewann das Spiel mit 1:0. Am selben Abend wurde Scholl zudem zum Ehrenspieler des FC Bayern München ernannt.

Die beiden Filmemacher Ferdinand Neumayr und Eduard Augustin haben Mehmet Scholl in der Zeit vor seinem Abschied vom Profi-Fußball begleitet und ihm in ihrer Dokumentation Frei:Gespielt ein filmisches Portrait gesetzt.

Im März 2008 begann Mehmet Scholl eine zweiwöchige Trainerausbildung in München unter der Leitung von Reinhard Klante, Verbandssportlehrer des Bayerischen Fußballverbandes, zum Erwerb der B-Lizenz. Teile des Lehrgangs absolviert Scholl voraussichtlich zusammen mit seinem alten Weggefährten Lothar Matthäus, mit dem er zusammen jahrelang beim FC Bayern gespielt hat.


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